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/ Wort zum Tag

1. Samuel 17,32

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

David und Goliath! Wer kennt diese Namen nicht? Sie sind in die Weltliteratur eingegangen und selbst in der Werbebranche haben sie ihren Niederschlag gefunden. Ein ungleiches Paar. Dem hochgerüsteten und erfahrenen Krieger Goliath steht der Hirtenjunge David mit seiner Steinschleuder  gegenüber. Hier die Furcht erregende riesige Gestalt, dort der mutige Junge ohne jegliche Kriegserfahrung.

Die Philister sind eingefallen und bedrohen die Städte Judas. Saul, der König Israels, sammelt seine Soldaten zusammen und rüstet sich zum Kampf. Beide Heere stehen sich auf Bergrücken in Sichtweite gegenüber. Da tritt der Riese Goliath aus der gegnerischen Front heraus und verhöhnt das Volk Israel. Er fordert zum Zweikampf heraus. Aber keiner der israelitischen Soldaten ist bereit, sich diesem Kämpfer zu stellen, bis David erscheint und dem Volk zuspricht: „Keiner lasse den Mut sinken.“ David selbst stellt sich dem Kampf.

Angst und Mutlosigkeit sind die sichersten Voraussetzungen für Niederlagen. Saul und seine Soldaten ließen sich durch den Riesen einschüchtern. Seine Gestalt, sein Auftreten und sein Hohngelächter raubten ihnen allen Mut. Keiner der Soldaten fühlte sich der Herausforderung gewachsen.

Heute können sich solche Szenen in Schulen oder am Arbeitsplatz abspielen. Man nennt es in neudeutsch „Mobbing“. Der Mobber spielt sich als der Überlegene auf. Vielleicht will er seine Macht demonstrieren oder hat andere Ziele, die er erreichen will.  Und der Gemobbte zieht sich ängstlich zurück, wird schüchtern, vielleicht sogar depressiv. Er überlässt dem Gegenspieler das Feld.

David und Goliath. Es war ein sehr ungleiches Paar. Der eine gerüstet und erfahren. Dennoch gewann David. Die dem David geschenkte Tapferkeit und sein Mut brachten den Goliath zu Fall und lösten im ganzen Volk Israel  Siegesfreude aus. Woher nahm David seinen Mut? David konnte dem Philister zurufen: „Ich komme zu dir im Namen des Herrn Zebaoth, des Gottes des Heeres Israels“, so wird es im 1. Samuelbuch festgehalten. Er wusste den Gott Israels hinter sich und hielt sich an seine Zusagen.

Uns ist der Gott Israels in Jesus Christus noch viel näher gekommen. Jesus sagt jedem, der ihm folgt und vertraut: „Ich bin bei dir alle Tage, ich verlasse dich nicht.“ Mit dieser Gewissheit können Sie jeden Tag Ihres Lebens beginnen. Jesus will gerade denen, die sich gemobbt fühlen, Mut und Tapferkeit schenken, damit sie auch in schwierigen Lebenslagen getrost ihren Weg gehen können.
 

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Kommentare (3)

Hermann Decker /

Lieber Herr Konrad, ohne Zweifel gibt es in unseren Tagen sehr viele Nöte, die in einer kurzen Andacht nicht alle aufgelistet werden können. Ich bin aber dankbar, dass Gottes Heiliger Geist sein Wort mehr

Rolf Heckmann /

Danke für die Andacht. Ich brauche gerade Mut und fühle mich angesprochen. Jesus ist uns noch näher als bei uns, nämlich in uns und wir durch Gott in ihm. So wie David mit Gott war, so war Goliath mit dem bösen Feind, dem Teufel, im Bund. Luther schrieb: "... ein Wörtlein kann ihn fällen."

Rüdiger Konrad /

Das ist zu einseitig. Gibt es denn in unseren Tagen nur das "Mobbing" als Not, die bedrückt? Gibt es nicht -zig andere Nöte, von zwischenmenschlichen Problemen bis zu unheilbaren Krankheiten, die mehr