18.06.2020 / Anstoß - Gedanken zum Tag

Tue, was ich dir sage!

Noah tat alles, was ihm Gott gebot.

1. Mose 6,22

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Manch ein Herrscher setzt sich ein Denkmal. Der große Triumphbogen in Paris ist ein solches Beispiel: Sein Bau wurde von Kaiser Napoleon I. nach der Schlacht von Austerlitz zur Verherrlichung seiner Siege 1806 in Auftrag gegeben. Die Bauarbeiten kamen allerdings nicht so recht voran und so dauerte es noch dreißig Jahre bis zur Fertigstellung des Triumphbogens.

Was im 1. Buch Mose über Noah berichtet wird, ist etwas ganz anderes. Hier geht es zwar auch um ein gewaltiges Bauprojekt. Aber dessen Sinn ist nicht die Selbstdarstellung eines Menschen und seiner heroischen Taten, sondern die Rettung von Leben.

In der Bibel steht ein schlichter Satz: „Noah tat alles, was ihm Gott gebot“, 1. Mose 6,22.

So unspektakulär das klingt, so gewaltig ist dessen Ausführung gewesen. Noah hat ein hochseetaugliches Boot mitten auf dem platten Land gebaut. Er hat dafür viele Jahre gebraucht. Ich kann mir vorstellen, dass die „Werft Noah“ eine touristische Attraktion im alten Orient gewesen ist. Und ich möchte nicht darüber nachdenken, wie viel Spott und Häme Noah hat einstecken müssen.

Noah hat getan, was Gott ihm aufgetragen hat, und wir können ihm dankbar dafür sein. Ausgerechnet die Arche, über die viele gelacht haben, ist Menschen und Tieren zur Rettung geworden.

Was ich von Noah lerne? Wenn Gott mir einen Auftrag erteilt, ist es meine Aufgabe, diesen auszuführen. Ohne Wenn und Aber.

Autor/-in: Wolf-Dieter Kretschmer